Stammzellen statt Stammdaten

Ein redaktioneller Beitrag für die Ausgabe 8 der ALSO POINT.

DKMS-Typisierungsaktion bei der ALSO

Bei der ALSO dreht sich nicht immer nur alles um Technik. Auf der menschlichen Ebene gibt es auch richtig viel Einsatz! Erdem Üstün, Business Development Manager Microsoft, ist – wie einige Abteilungskollegen – bereits seit Jahren als Stammzellenspender bei der DKMS registriert. Aus der simplen Frage „Wie können wir helfen?“ haben sie kurzerhand eine Typisierungsaktion gemacht.

Wie das Leben so spielt

Nachdem sich bei der Aktion ca. 60 Mitarbeiter registrieren lassen haben, ging für Erdem Üstun alles ganz schnell.
Er kam für eine Spende in Frage, musste jedoch zunächst einen Bluttest beim Hausarzt machen, um eine genauere Übereinstimmung der Gewebemerkmale festzustellen. Im Urlaub dann die Nachricht:

„Sie sind der passende Spender.“

Statt einer peripheren Stammzellenentnahme, direkt über das Blut, sollte bei ihm eine Knochenmarkentnahme durchgeführt werden. Hierbei wird dem Spender unter Vollnarkose Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Nach dem Urlaub hat die DKMS alle nötigen Check Up-Termine für ihn gemacht und sehr viel Zeit in die Aufklärung investiert.

„Ich war total baff, wie gut sich um mich gekümmert wurde. Mir wurde alles genau erklärt, ich habe Videomaterial gesehen und Gespräche über mögliche Risiken geführt. Diese Vorbereitung hat mir die Angst genommen. Das Einzige woran ich denken konnte war, dass diese für mich vergleichsweise kleine Aktion einem anderen Menschen das Leben retten könnte“,

 

beschreibt Üstün die Zeit vor der Spende. Und auch danach bleibt er überzeugt:

„Neben der Geburt meiner Kinder, war der Moment nach der Spende einer der schönsten, die ich bisher erleben durfte. Denn ich wusste, ich habe jemandem geholfen, ohne ihn zu kennen oder etwas zurückzuerwarten.“

Jeder kann etwas tun

Dass jemand aus unserer Mitte der passende Spender für einen schwer kranken Menschen war, macht erst richtig greifbar, dass man tatsächlich helfen kann. Da es immer noch zu wenig Spender gibt, wird die Microsoft Abteilung auch in Zukunft am Ball bleiben, um noch mehr Menschen für das Thema zu sensibilisieren.
Was viele nicht wissen: hinter dem so einfach klingenden Slogan „Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.“ steckt für die DKMS ein immenser finanzieller Aufwand. Jede einzelne Typisierung kostet sie 40 Euro! Aus diesem Grund hat die ALSO nicht lange gefackelt und den entsprechenden Betrag an die DKMS gespendet und so die Kosten der Aktion vollständig übernommen.

Sie wollen auch helfen? Informieren Sie sich unter: www.dkms.de

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